Deutschland. Ein Wintermärchen
Von den schneebedeckten Champs Élisées bis in die schummrigsten Ecken Hamburgs. Von der Ära griechischer Mythen bis ins Europa der Revolutionen. Heinrich Heines Klassiker erstmals vollständig auf der Bühne!
Paris, 1844: zurück von der letzten Reise durch die Heimat, entsteht ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹, Heinrich Heines später berühmtestes Buch. Die Reise-Erzählung voller Witz und Poesie ist zugleich eine politische Rede aus dem Exil. Lange von Zensur und Verboten getroffen, ist das Werk seit 2019 erstmals vollständig auf der Bühne zu erleben.
Zur Neu-Eröffnung der Spielstätte Kapelle99 durch die Stadt Berlin und den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg erlebt ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹ seine ersten Aufführungen 2026. Georg Stephan (Schauspiel und Oper Frankfurt, Münchner Kammerspiele, Deutsches Schauspielhaus Hamburg) spielt wieder Heinrich Heine: 2132 Verse, ungekürzt, als pures, lebendiges Theaterereignis.
Heinrich Heines Meisterwerk hat eine lange Geschichte von Verboten, Zensur und Selbstzensur. Heute kann das Werk vollständig online als wissenschaftliche Gesamtausgabe gelesen werden, beim Heinrich-Heine-Institut (hier).
Bisher sehr begrenzt ist die Möglichkeit, die erhellenden Gedanken der Heine-Forschung online zu erkunden. Das will deutschlandeinwintermaerchen.de zukünftig für diesen Text leisten. Forschungsliteratur zum Wintermärchen wird bereits regelmäßig in einem Blog auf dieser Website vorgestellt und später (incl. Volltextsuche) mit Heines Versen verknüpft.
Kulturförderung des Doppelbezirks Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, Eröffnungsspielzeit der neuen Kappelle 99 mit ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹
Schiffbauerdamm/ Reichstagsufer Berlin, Kulturschiff MS Goldberg — Gastspiel im Medio.Rhein.Erft, Bergheim, Konrad-Adenauer-Platz
Heinrich-Heine-Institut / Heinrich-Heine-Gesellschaft, Düsseldorf: Live-Übertragung von ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹
›Deutschland. Ein Wintermärchen‹ im Kulturprogramm des Zentralrats der Juden in Deutschland
Eröffnung Literaturtage der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf mit ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹
Berlin, Unter den Linden: ›Deutschland. Ein Wintermärchen‹ erstmals ungekürzt, Premiere
Shooting mit der Fotokünstlerin Judith Johns.
Einmal wöchentlich — jeden Dienstag — stelle ich hier Literatur aus der Welt der Heine-Forschung vor, dazu Gedanken aus meiner eigenen Praxis rund um Text und Bühne.
Ich tauchte manchmal die Finger hinein
Und manchmal ist es geschehen,
Dass ich die Haustürpfosten bestrich
Mit Blut im vorübergehen.
(Caput VII)
Von Köln bis Hagen kostet die Post
Jetzt fünf Taler, sechs Groschen, preußisch.
Die Postkutsche war leider besetzt
Und ich kam in die offene Bei-Chaise.
(Caput VIII)
Ich weiß wohl was Saint-Just gesagt,
Weiland im Wohlfahrtsausschuss.
Man mache keine Revolution
Mit Rosenöl und Moschus.
(Caput XXVII)
Mit Wehmut erfüllt mich jedesmal
Dein Anblick, armer Vetter,
Der du die Welt erlösen gewollt,
Du Narr, du Menschheitsretter!
(Caput XIII)
Von Harburg fuhr ich in einer Stund
Nach Hamburg. Es war schon Abend.
Die Sterne am Himmel grüßten mich,
die Luft war lind und labend.
(Caput XX)
Ein feierlicher Moment! Ich war
Wie angeweht vom Hauche
der Vorzeit, als ich Schwur den Eid
Nach altem Erzväterbrauche.
(Caput XXV)
Georg Stephan
c/o Agentur Norbert Schnell, Hamburg
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